Zum Inhalt

Navigazione Laghi: Linienboote und Fähren am Gardasee

Der Linienverkehr auf dem Gardasee wird von Navigazione Laghi betrieben. Schiffe verbinden die Orte am See; die Autofähre Maderno–Torri ist ein eigener Dienst für Fahrzeugquerungen. Personenschiff und Autofähre erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die saisonalen Fahrpläne zeigen, welche Häfen am ausgewählten Datum direkt verbunden sind.

Fährschiff im Hafen am Gardasee Ein Fahrgastschiff liegt im Hafen am Gardasee. Foto: Bernd Herman, neandertours.com

Fahrplan und Route auswählen

In der Fahrplanauskunft des Betreibers lassen sich Datum, Abfahrts- und Zielanleger festlegen. Dort wird sichtbar, ob eine Strecke direkt bedient wird oder einen Umstieg verlangt; schnelle Dienste sind getrennt ausgewiesen. Wer unterwegs aussteigen will, plant die Teilstrecken einzeln und berücksichtigt die Rückfahrt. Desenzano und Peschiera liegen an der Südseite, Riva del Garda am nördlichen Ende. Die Orte liegen weit auseinander, und je nach Kurs werden unterschiedliche Zwischenhäfen angelaufen. Für einen Ausflug sind Fahrzeit, Aufenthaltsdauer am Ziel und letzter passender Rückkurs gemeinsam wichtig.

Eine Fahrt mit längerem Stopp in Peschiera verbindet die Überfahrt mit einem Rundgang in der Festungsstadt; eine nördliche Verbindung nach Riva führt in eine andere Landschaftszone des Sees. Nicht jede Abfahrt fährt die gleiche Route, deshalb gibt erst die gewählte Fahrplanverbindung Auskunft über Halte und Umstiege. Wer mehrere Orte besucht, kann das Schiff als Reiseverbindung nutzen, statt nur einen kurzen Abschnitt als Rundfahrt zu betrachten.

Einzelfahrt, Tages- oder Dreitageskarte

Die offizielle Tarifübersicht führt Einzelfahrkarten und Karten mit freier Fahrt für einen oder mehrere Tage. Ihr Geltungsbereich kann den ganzen See oder ein Teilgebiet umfassen. Auch bei schnellen Diensten unterscheiden sich die Bedingungen: Für bestimmte Kurse kann ein Zuschlag anfallen, wenn das gewählte Ticket sie nicht einschließt. Daher zählen Strecke, Ticketbereich und Schiffskategorie zusammen. Eine Einzelfahrt ist für eine einfache Überfahrt übersichtlich; bei mehreren Stopps lohnt ein Vergleich mit der zeitlich begrenzten Karte. An größeren Häfen gibt es Landkassen, an Halten ohne Kasse können Tickets laut Betreiber an Bord gekauft werden.

Anzeige

Fahrrad und Autofähre

Auf den Personenschiffen hängt die Fahrradmitnahme von der Verbindung und dem eingesetzten Schiff ab. Die aktuellen Fahrplantabellen und Hinweise des Betreibers zeigen, auf welchen Diensten Fahrräder zugelassen sind. Für Autos ist die Autofähre Maderno–Torri vorgesehen; sie verbindet die Ufer in etwa 30 Minuten und nimmt auch Fußpassagiere sowie Fahrräder mit. Fahrzeugtarife sind nach Kategorien gestaffelt, und die Fährfahrpläne wechseln saisonal. Für eine kurze Querung mit Auto ist die Autofähre Maderno–Torri der passende Dienst.

Die Gesamtübersicht Mobil am Gardasee stellt Schiffe neben Bus, Bahn und Auto und hilft, zwischen Seeweg und Landroute abzuwägen. Bei Fahrkarten für mehrere Teilstrecken ist der ausgewiesene Tarifbereich maßgeblich; auch die Nutzung schneller Schiffe hängt von den Bedingungen der Karte ab. An Feiertagen oder in der Hauptsaison kann es an Kassen zu Wartezeiten kommen, daher empfiehlt der Betreiber, etwa 20 Minuten vor Abfahrt an der Kasse zu sein. Bei starkem Wellengang sind Fahrplanänderungen oder Ausfälle möglich; eine spätere Rückfahrt als Reserve schafft Spielraum.